Mexiko – Yucatan Halbinsel – Campeche

campeche route

 

Der Yucatan Halbinsel eilt ein unglaublicher Ruf voraus. Bestehend aus drei Staaten (Campeche, Yucatan, Quintana Row) ist sie vor allem bekannt für ihre vielen, alten und top in Schuss gehaltenen/gebrachten Maya Ruinen, ihre unglaubliche Anzahl an wunderschönen Cenoten, traumhaften karibischen Stränden und leider auch den Massen an Touristen und Spring-Breakern, die vor allem aus Kanada, USA und England ihren Weg hierher finden. In Hotels wird auch wieder Englisch als erste Sprache gesprochen, was die Hingabe zum Tourismus mehr als offensichtlich zeigt.

In diesem ersten Blogeintrag geht es um das Geschehen im ersten Staat der Halbinsel, Campeche. In Teil 2 (Yucatan) und Teil 3 (Quintana Row) werde ich dann mehr auf die beiden anderen Staaten eingehen. Allerdings geht es hierbei sowieso ein wenig durcheinander und macht unsere Reisebeschreibung im Blog etwas schwierig und undurchsichtig, da wir die Grenzen unwissend und mehrfach hin und her überquert haben. Macht aber eigentlich auch nichts, denn am Ende interessiert sich eh kein Schwanz Leser für detaillierte geografische Grenzen, sondern vielmehr darum, was die Halbinsel an sich zu bieten hat.

 

Campeche

Der flächenmässig grösste Staat der Halbinsel. Schliesst sich direkt an Chiapas an. Im Süden teilt er sich eine wie mit dem Lineal gezogene Grenze mit Guatemala. Viele archäologisch sehr wertvolle Ruinen befinden sich hier in den Urwäldern. Auch sind sie wohl noch ziemlich unberührt was den Tourismus angeht. Aber die selben Gründe, die andere Touristen von diesen Anlagen abschrecken, sind auch dieselben, die uns abschrecken, Entfernung. Da noch viele grossartige und wesentlich leichter zugängliche Ruinen vor uns liegen, fiel die Entscheidung nicht sonderlich schwer die stundenlangen Umwege einfach auszulassen.

 

Sabancuy und Campeche Stadt

Dafür haben wir nach einer Woche Dschungel in Chiapas endlich wieder das offene Meer gefunden und lassen hier ein wenig unsere Füsse abkühlen.

In der namensgebenden Stadt Campeche gibt es wieder die endlosen pastellfarbenen Häuser einer “Pueblo Magico” zu sehen. Dennoch sind wir einfach keine Stadtkinder und ziehen fix weiter.

“The Italian Coffee Company” wird für uns zum wichtigen aber äusserst ärgerlichen Erlebnis. Sie bringen es doch tatsächlich fertig, unsere portable, aber defekte Zweitbatterie zu verschluseln, obwohl das Versprechen stand diese am nächsten Tag dem netten UPS Mann zu überreichen. Hört sich ja eigentlich recht einfach an. Batterie ist komplett verpackt, ein vorgedrucktes UPS Label ist aussen gut leserlich angebracht, der UPS Mann kommt, die Kaffeeleute übergeben das Paket, alles gut. Dumm, dumm, dumm war ich wohl, dem mehrfachen “si si senior, no problemo” Glauben zu schenken und die Übergabe nicht selbst zu vollziehen. Per UPS konnte das Paket nämlich doch nicht abgeholt werden, der Kaffeeladen hat keine Ahnung, stellt sich dumm, hat noch nie von dem Paket gehört, welches jetzt natürlich unauffindbar ist und mein Ansprechpartner vom Vortag arbeitet urplötzlich auch nicht mehr dort. So viel zum Thema Batterie-Garantie, welche sich hiermit natürlich erledigt hat. Mit ihr auch unsere Gelassenheit, wenn abends das Licht mal wieder länger angelassen wird oder das Radio ein paar elektronische Beats in den mexikanischen Nachthimmel schickt. Ganz grosser Service von einem ganz grossen Scheissladen!

Update: Unglaublich grandiose Nachrichten vom Batterie Hersteller selbst. Nach ein paar Klagezeilen und Erklärversuchen, dass das zurückgesendete Garantiepaket nun doch nicht ankommen wird hat dieser wohl auch erhebliches Mitleid mit unserer Geschichte und schickt uns promt ein nagelneues Exemplar. Gesponsort. Yeah!!!

 

campeche 1Wunderschöner Platz und die vielbeschäftigten Fischer mit ihren Tuckerbooten unterhielten uns die ganze Nacht.campeche 2Lokaler Fang.campeche 3campeche 4Manchmal sind trockenste Wüste und grünstes Leben so nah.campeche 5 campeche 6 campeche 7Viele bunte pastellfarbene Häuschen zeigen den “Pueblo Magico” Scharm von Campeche.campeche 8 campeche 9Gemütliches Kaffeehäuschen, leider waren sie wohl auch zu gemütlich meinen Anweisungen der Paketübergabe genau zuzuhören.
campeche 10 campeche 11Eine der letzten Stadtmauerreste.
campeche 12Markttreiben.

 

Edzna

Nach ein paar Tagen der Faulenzerrei Schlenderei geht es weiter Richtung Edzna, einer wunderschönen Ruinenanlage, die zwar in jedem Reiseführer beschrieben, jedoch scheinbar von jedem Leser überlesen wird. Anders ist es nicht zu erklären, dass wir die komplette Anlage für uns alleine hatte. Ganz alleine. Ok, wir und die Leguane, aber mit diesen witzigen Fratzen teile ich gerne. Zumal sie auch wunderbar als etwas anderes Fotomodell agieren können.

 

campeche 13Der Hauptplatz des Geschehens.campeche 14Kleiner Freund mit grosser Aussicht.campeche 15 campeche 16 campeche 17 campeche 18Die Jungs waren einfach überall…campeche 19 campeche 20

 

Cenote San Ignacio

Noch ein weiteres Highlight sollte Campeche zu bieten haben, ehe es uns weiter zieht nach Yucatan Staat. Die Cenote San Ignacio, endlich, unsere erste Cenote und der Beginn eines absoluten Cenoten Marathons. Das Wasserloch bietet durch ihre spezielle Lage direkt UNTER einem Haus etwas ganz Besonderes. Ein etwas zu künstlicher und übertriebener Ausbau der Anlage lässt leider ein wenig Natürlichkeit missen. Stört nicht weiter, da es wie beschrieben unsere erste Cenote ist. Aber es werden noch ganz andere Kaliber folgen. Ihr dürft gespannt bleiben, nur einen kleinen Spoiler kann ich euch bereits bieten – es wird euch von den Socken hauen ;)

 

campeche 21campeche 22

 


 

Stefan

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Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
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