Costa Rica

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Für viele ein absolutes Traumparadies, so hat es für uns leider nur zu einem Kurzaufenthalt gereicht. So unglaublich viel Zeit sollten wir eigentlich haben. Eigentlich. Dennoch hatten wir für die “Schweiz von Zentralamerika” nur knappe 3 Wochen. Dank des Überaufenthaltes in Guatemala und den 3 Wochen von Nicaragua blieb für uns nun nicht mehr allzu viel Zeit.

Dank des Dollareinflusses und den unzählig zugezogenen Amerikanern und Kanadiern ist es nicht nur für Lokale ein sehr teurer Ort zum Wohnen geworden (eigentlich schon zu teuer), sondern eben auch für low-budget Traveller.

Super schade eigentlich, hat doch dieses Land so unglaublich wunderschöne Nationalparks zu bieten. Hier kommt der amerikanische Einfluss endlich mal positiv zum tragen, da Costa Rica hier einiges tut, um diese unglaubliche Natur vor dem Einfluss des Über-Tourismus zu schützen. Wenigstens was, weiss man ansonsten mit dem Wort “Naturschutz” nicht all zu viel anzufangen. Wie in ganz Zentralamerika gibt es hier leider eine eklatante Lücke in der Aufklärung. Dass Plastikmüll und Natur nicht wirklich die allerbesten Freunde sind erahnt man hier nicht einmal in seinen tollkühnsten Träumen. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dass auch hier die Einsicht am Ende siegen wird. Die vielen Nationalparks machen wenigstens schon einmal den Anfang.

 

Krokodile

Den Anfang machte eine recht interessante Brücke über den Rio Tarcoles. Nicht jedoch die Brücke war der eigentliche Hingucker (obwohl auch sie an sich nicht von schlechten Eltern war), sondern die dutzenden Krokodile (Caimans), die es sich unter ihr bequem machten. Als ob sie nur auf den nächsten Deppen warten, der beim übermotivierten Hinüberlehnen sich dann doch zu sehr nach vorne beugte. Vereinzelte und vereinsamte Gummistiefel im Sand könnten von dieser Theorie zeugen.

Die Krokos waren der Knaller. Viel passiert ja wirklich nicht beim Beobachten. Dennoch immer wieder interessant solch amphibische Urviecher zu sehen. Gerade in solchen Herden. Geil auch, wie sie mit offenem Mund schlafen und dabei hoffen, ihre Beute würde sich freiwillig in ihre Fänge verlaufen ;)

Die Nacht verbringen wir an einem nahegelegenen Strand, an welchem wir nicht mal ansatzweise auf die Idee kamen, dass die Mündung von besagtem Rio Tarcoles genau diesen Strandabschnitt bespülte ;)

 

costa rica 3 costa rica 2 costa rica 1Tick tack, tick tack…(nur fuer Peter Pan Kenner ein wahrer Insider)
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Müll

Mal wieder. Wir hatten auch ein sehr interessantes Treffen mit 2 Studenten an besagtem Strand in unmittelbarer Nähe zu den Krokodilen. So wurden wir unter anderem ausgefragt, wie wir die dortige Müllsituation einschätzen (abartig!!) und was unserer Meinung nach für Schritte nötig wären, um diese zu bekämpfen.

Kurzfristig. Aufräumaktionen. So, wie wir sie damals in kleinerem Maße zu DDR Zeiten auch mit den Volleyballern am Flössgraben in Georgenthal hatten (ich damals noch ein wenig passiv). Leider greift dieser Lösungsansatz viel zu kurz, “da nach nicht einmal einer Woche der Strand wieder genauso wie vorher aussehen würde” (O-Ton der Jungs, wurde wohl auch schon mehrfach versucht). Das Problem ist, dass dieser Strandabschnitt die Mündung des Hausflusses von San Jose darstellt und mit ihm die Tonnen an Müll der Hauptstadt von Costa Rica anspült. Keine Chance.

Langfristig. Aufklärung. Hier führt leider kein Weg vorbei. Solange nicht jeder für sich erkennt und entscheidet, dass Müll nicht in die Natur geworfen gehört wird sich nicht viel ändern an der Situation. Recycling ist teilweise in den Startlöchern, jedoch nur all zu selten wirklich konsequent durchgesetzt. Eltern und Schulen haben hier eine wahre Sisyphusarbeit vor sich. Anders wird das Müllproblem nicht zu lösen sein. Wie in Neuseeland müssen Kinder angeekelt sein wenn man Tecate -und Coca Cola – Dosen in der freien Natur findet. Oder auch am Gehweg in der Stadt.

 

                No tira basura!!

 

costa rica 4So schön kann es dann eben OHNE Müll sein…

 

San Jose

…hatte für uns an sich nicht wirklich viel zu bieten. Ausser dem unglaublich komplizierten Flug hin und zurück nach Deutschland zur Hochzeit meiner Kleinen ;)

Einen Pluspunkt hatte San Jose dann doch noch. Es gab uns für ein paar Tage ein trockenes und vor allem sicheres Dach gegen Hurricane/Tropensturm “Otto”, der um Haaresbreite Costa Ricas erster Hurricane geworden wäre. So jedoch ging er Inland in Nicaragua, nur unmittelbar ´hinter´ der Grenze. Genügend Überschwemmungen, Schlammlawinen und zerstörte Brücken brachte er trotzdem mit sich. Ausserdem 9 Tote. Schlimm. Wir hatten unglaubliches Glück diese für Costa Rica schwierige Zeit im freundlichen Zuhause von Familie Heynen zu verbringen (der Papa ist Kölner und somit war auch die Bierfrage geklärt, Heineken natürlich ;)

Ursprünglich war die Idee, nur Morrie für die Zeit, die wir in Deutschland waren, dort stehen lassen zu dürfen (was an sich bereits eine riessen Hilfe für uns war). Doch dann “mussten” wir sogar noch ein paar Tage bleiben, wurden bekocht, hatten eine warme Dusche und ein grosses Bett. Ein wahres Geschenk! Es gibts nichts Wertvolleres als die Hilfsbereitsschaft Anderer.

 

Karibik

Aus dem fast schon heimischen Heyne-Haus ging es dann doch noch gen Norden, um wenigstens noch ein paar karibische Traumstrände zu besuchen. Und hier hat Costa Rica wirklich einiges zu bieten. Wie auch unser erstes Faaaaauuuuuullltiiiiieeeeeeeeer. So Zucker.

Ein wenig Surfen, ein wenig Bierchen mit sinngleichen Overlandern zischen (Grüüüüüsse an Tini und Fede an dieser Stelle) und ansonsten fauler als ein Faultier sein. Nichts mehr. Nichts weniger. Einfach nur chillen…und Kokusnüsse knacken.

 

fullsizerender 2Wir mit Tini und Fede von #LifeIsBetterWhenYouTravel.img 2977Caros kleiner Strand-Stand ;)costa rica 5costa rica 6Nachtischsuche.costa rica 7 costa rica 8 costa rica 9 costa rica 10Punta Uva.costa rica 11Unser erstes Faultier. Näher sollten wir hier jedoch noch nicht kommen. Noch…
costa rica 12Manzanillo.costa rica 13 costa rica 14img 2971costa rica 15

 

Nach ein paar Tagen Extremtraumstranding ging es weiter in unser letztes Land von Zentralamerika. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach Panama ist einfach Schluss. Nicht wirklich Schluss Schluss. Mit Machete, Söldnergruppe und fett gepimptem 4×4 geht es landwärts für jeden Expeditionsliebhaber weiter. Der normale (und sichere) Weg jedoch ist es, sein geliebtes Gefährt auf ein riesen Containerschiff zu verladen, welches sich dann auf den Weg von Colón nach Cartagena in Kolumbien aufmacht. Wir treten die Reise nach Südamerika per Flieger an, zum ersten Mal eine Grenzüberschreitung getrennt von Morrie. Aber, dazu mehr im nächsten und letzten Eintrag zu Zentralamerika.

 

img 2976 img 2967 Costa Rica Muscle-Beach, etwas unpompöser als sein grosser Bruder in Los Angeles.img 2966 fullsizerender

 

 


 

Stefan

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Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
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