Kolumbien – Kletterparadies und Canyons en masse

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Kletterparadies La Mojarra

Nach dem ganzen Gewarte und den Feierlichkeiten von Barranquilla mussten wir erstens, endlich mal wieder ein wenig voran kommen und zweitens, uns mal wieder sportlich betätigen.

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Der erste Punkt war durch Morrie und unsere Weiterreise gen Süden recht schnell, und vorallem einfach, umgesetzt.

Der zweite Punkt fand seine perfekte Anlaufstelle im roten Sandstein von La Mojarra, unweit von Bucaramanga oder San Gil, der eigentlichen Adventure Hauptstadt von Kolumbien.

Hier kann man sich an mehr als 200 Routen ordentlich auslassen, die sich über eine wunderschöne Strecke mitten im Canyon über 1 1/2 Kilometer erstreckt. Bissel problematisch gestaltet sich allerdings der lokale Nachbarschaftskrieg. Hier sehen es ansässige Farmer nicht ein, dass das komplette Kletter-Geschäft im Hostel “Refugio la Roca” hängen bleibt. Noch dazu, da die Herren und Damen es dort scheinbar nicht zu würdigen wissen und kletterhungrige Gäste mit ihrer genervten Art ohnehin nicht wirklich willkommen heissen.

Leider leider kommt man, wenn man hier klettern will, um das Hostel nicht drumherum, da es den Schlüssel zum Tor nur für Gäste bereitstellt oder ansonsten horrende Eintrittsgelder einnimmt. Scheiss Monopol und somit erklärt sich eben auch obengenannter Krieg der Nachbarsparteien. Dieser führt wiederum dazu, dass von einem zum anderen Tag bestimmte Bereiche des Felsens nicht zugänglich sind (ein neuer Zaun entsteht über Nacht) oder dass die unteren Kletterhaken plötzlich entfernt und abgebrochen wurden, so dass ein sicheres Einsteigen in die Route nicht mehr möglich ist. Ein absoluter Kindergarten in einem sonst so wunderschönen Klettergebiet.

Wir haben einfach klein beigegeben, die Übernachtungen bezahlt (wollen ja schliesslich klettern und nicht streiten, ausserdem gibt es natürlich auch kein Sonderangebot wie sonst überall wo wir nur parken aber keine Duschen und Ähnliches mitbenutzen) und das Klettern genossen. On top gab Caro dann sogar in kleiner Runde ihre ersten Yogastunden;) Und das mit Knalleraussicht in den Canyon rein. 

colombia 45Das Hostel direkt am Canyon-Rand mit grandioser Aussicht.colombia 46 colombia 47 colombia 48 colombia 49Ein grosses Danke an dieser Stelle an Marcus aus Leipzig, mit dem wir wunderbare 4 Tage verbrachten und der uns die Heimat für eine kurze Zeit sehr nahe brachte ;)  colombia 50Ebenso ein dickes Danke an Leo und Felix, die uns nicht nur an der Wand weiter brachten, sondern noch ein paar sehr gute Tips für alles südlich von Kolumbien kommende parat hatten.colombia 51Die Schlüsselstelle liess sich dieses Mal leider nicht von mir entschlüsseln ;(

 

Tiefe Abgründe im Chicamocha Canyon

Durch eine hässliche Seilbahn fast schon verschändelt, finden wir mit dem Auto die noch unbenutzten Seiten dieses wunderschönen Nationalparks.

So geht es mit Morrie rein und raus und wieder rein und raus aus dem Canyon. Hoch und runter bis das Benzin prodelt und verdampft (im wahrsten Sinne des Wortes). Zwischendurch eine kleine Fährüberquerung, wo mit Manneskraft (ausgeübt durch einen armen Hansel, den wir aber auch nicht helfen durften) die Fähre entlang eines Stahlseiles zur anderen Seite des Flusses gezogen wurde. Dort geht es wieder steil bergauf bis es am Rande des Canyons wieder steil bergab geht ;)

 

colombia 52 colombia 53 colombia 54 colombia 55 colombia 56 colombia 57colombia 59 Extrem Zick-Zacking.
 

Weisse Häuser in Barichara

Am Ende des Canyons wartet eine kleine Praline als Überraschung auf uns. Die Stadt ist herausgeputzt wie ein Filmset. Weise sauber geleckte Steingebäude die kaum Bewohntheit spüren lassen. Die sonst massenhaften Touristen lassen irgendwie noch auf sich warten, ein Vorteil des frühen Vogels ;)

colombia 60 colombia 61 colombia 62 colombia 63 colombia 64 colombia 65Catedral de la Inmaculada Concepción.colombia 66 

Paragliding in luftigen Höhen

Canyons und ihre steilen Wände sind immer recht anfällig für fiese Winde. Perfekt jedoch im Falle von Paraglidern. Und so nutzt Caro die Gunst der Stunde und hebt am Schirm klebend ab in die Lüfte für ganz neue Aussichten. Eben noch im Tal des Canyons schwebt sie nun über genau diesem. 
 

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Seenlandschaft in Guatapé

Nach dem unglaublich schönen Chicamocha Canyon und Klettern an den roten Felsen von La Mojarra strandeten wir für ein paar Tage im idyllischen Guatapé, wo wir die türkiese Seenlandschaft kurz vor Medellin bestaunten bis der Trouble der Grossstadt beginnt.

Highlight über dem Seenparadies ist “El Peñol”, ein 220 Meter hoher Felsbrocken der hier einfach nicht reinpassen will (meine Eltern hätten solch einen Felsen in flacher Landschaft früher immer mit der abenteuerlichen Geschichte erklärt, dass dieser den Riesen als Fussball gedient hätte und dann einfach hier vergessen wurde ;)

Über 649 Stufen lässt er sich auch besteigen, was wir allerdings nicht taten. Erstens hatten wir einen besseren Aussichtspunkt mit Silk-Yogaband-Fitnessstudio gefunden, der ähnlich spektakuläre Aussichten ins Land lieferte und zweitens hat die Autoschlange zur Zufahrt überhaupt kein Ende genommen. Dummes Timing, es war Sonntag und alle Medellinesen hatten wohl selbige Idee. Früher durfte man am Peñol auch mal Sportklettern, aber das war einmal ;(

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Die Stad an sich war auch recht witzig und bunt. Angefangen haben die kribbelbunten und kreativen Häuserbemalung wohl als Schutz vor (stein-)hungrigen Hühnern und kleinen fussballverliebten Kids, die die Hauswände all zu gerne als Torhintergrund verwendeten.

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Whitewater Kayaking in San Gil

DIE Adventure Hauptstadt schlechthin. Wir haben hier mit Emi und Jorge unser eigenes Abenteuer gestartet und sind mit unserem Kayak, dem “Seaeagle”, den Level 3-4 Rapids des Rio Fonce hinunter gedonnert. Wellen-Achterbahnfahrt inklusive Paddelverlust. Egal, krasser Adventuretag zum Nulltarif. Fotos können dank defekter GoPro leider nicht mitgreicht werden, dafür hat das fehlende Aufnehmen jener nicht vom nassen Spass abgelenkt ;)

 


 

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Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
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