MELT!

Großartige Location! Geniale Bands! Musikalisch Abwechslungsreich…versprochen wurde viel und einiges. Aber versprochen wird eigentlich immer viel und einiges. Also endlich nichts wie hin und selber herausfinden.

Gesagt getan…so ging es nichts wie hin um selber herauszufinden.

Anreise Donnerstag irgendwann spät. Nacht und Nebelaktion hätte man bei tatsächlich vorhandenem Nebel fast sagen können.
Viele Kilometer vorher konnte man in der Pamba um Ferropolis schon die Lichter im nächtlichen Himmel erkennen können. Viel zu früh eigentlich. Wie in den kindheitlichen “Wann simmern endlich daaaa????” wurde man von Kurve zu Kurve neu vertröstet. Dann endlich Ferropolis inklusive Willkommenskommitee aus Halle. Das erste gute 5.0er Festivalbier ging direkt am Parkplatz drauf, eh die beschwerliche Reise zum Zeltplatz in Kauf genommen werden konnte. Dieser lag sehr perfekt in Seenähe, leider auch bisschen zu perfekt im Umkreis der künstlichen Urinalbäume für die Herren der Schöpfung (spätestens ab dem zweiten Tag auch für Blinde bei Nacht ohne Probleme auffindbar).

Erster Höhepunkt neben Zeltaufbau (was eigentlich nicht als solcher betitelt werden darf, da mein gutes, bestimmt schon 15 Jahre alltes Schnell-Aufbau-Zelt aus Zeiten wo Quechua noch als Quark im Schaufenster stand, nach maximalen 60 Sekunden ebenfalls aufgebaut war) war dann die Spontan-Platten-Auflege-Feier direkt gegenüber am Campingplatz, wo bereits ein kleiner elektronischer Vorgeschmack geholt werden konnte. Der beapfelte Klare hat dann die Gute-Nacht pünktlich zum Sonnenaufgang eingeleitet.

Keine 120 Minuten später war dieser Traum allerdings auch schon wieder ausgeträumt, da eine knallhart knallende Sonne ein gemütliches Weiterschlafen im Zelt nicht weiter zuliess. Also ab in den Schatten, den es nicht gab, wodurch ein behelfsweise ueber den Kopf haengendes Handtuch und eine Wasserspritzpistole mit warmen Wasser als einziges Abkühlmittel aushelfen mussten. Achja, der Tümpel natuerlich auch. Bei 56885439 Mann/Stunde an einem einzigen Schlammzugang kann man sich ja vorstellen wie es dort bald aussieht/riecht ;)

 


Erster Schrecker – eine Windhose fegt durchs Tal und raeumt erstmal alles was nicht niet- und nagelfest ist aus dem Weg. Dieser Zeltbesitzer hatte wohl einige Meuhe sein Nachtbettchen wieder zu finden…

 
Auf dem Festivalgelaende kann man dann endlich auch die bereits von Weiten sichtbaren Riesen-Mega-Gewaltigen Bagger bestaunen. Sowas von beeindruckend. Stahl ueber Stahl. Absolut schoen auf seine Weise. Nachts dann definitiv wunderschoen, mit all den Leuchten, Lichtern, Lasern – absolut geniale Location fuer ein Festival. Daumen ganz nach oben.
 
 

Die Zeltbuehne, umrahmt von Giganten.
 

…die aus der Naehe noch einmal viel gigantischer wirken.
 

Gehoeren auf jedes Festival – fratzige Gruppenbilder.
 

Stahl ueber Stahl, mittendrin die feiernden zierlichen Menschen.
 

Der erste Sonnenuntergang kuendigt sich an...


…und laesst sich schoen feiern…


…und haelt was er verspricht.
 

Mit dem Erscheinen des Mondes geht es erst richtig los…
 

…alles ist nun wunderbar angestrahlt…
 

…und wirkt total verzaubernd.
 

“Elektriker” beweisen ihr Durchhaltevermoegen bei Nacht...

…Die Stahlmaenner beweisen es schon seit Jahrzehnten.

Und ein kleines Panorama.

Pure Kraft.

 
Musik gab es dann uebrigens neben all den zu bestaunenden Baggern und Ladern auch noch, wobei am Freitag ganz klar fuer mich fest stand – Converse Stage. “Jonsi”, “XX”, “Foals” – alles Bands die ich noch nie gesehn hatte aber unbedingt sehen wollte. Kurze

Einschaetzung:

(Tocotronic gleicher Kram wie immer, also lieber Two Door Cinema Club -> top top top. Fuesse koennen definitiv nicht still stehen.)

Jonsi – keine Frau der Welt bekommt seine Stimmenlage hin. Interessant, Abwechslungsreich, Gefühlsvoll, Knallhart, Genial.

XX – keine Frau der Welt sieht so lustlos aus. Hammer Bass, genialer Beat, CD-Sound, keine Ueberraschungen.

Foals – keine Frau dabei. Witziger Akzent. Gelohnt.

3x ganz großes Kino an diesem Abend auf der Buehne. Danach zum naechsten Gewammse auf der DJ Stage, das sich dann bis ca. 8 Uhr hinzog, inklusive Sonnenuntergang (was für ein geiles Gefühl, man tanzt in den Sonnenuntergang, tanzt und tanzt und tanzt in den Sonnenaufgang).

 


Groß, Kahl, Kalt, Unkaputtbar…und doch wunderschoen.
 

Mit dem richtigen Licht erscheint auch noch so verostetes Stahl als edler Hingucker.
 

Mensch und Maschine.
 

Die erste Nacht ist vorbei – ein neuer Tag.

 
 
Mit dem Bus zurueck zum Zelt, besser: zurueck in den Brutkasten. Denn mit dem Sonnenaufgang ging, wie es das Wort so schoen beschreibt, auch die Sonne auf und unsere Zelte hatten wieder T_max. Mit der Isomatte unter den naechsten Baum nahe Teichzugang ging das schon sehr viel besser, ein paar Stunden Schlaf konnten erstaunlicherweise herausgekitzelt werden. Immer Mal eine kurze Abkuehlung in der Kloake (und durch Regen) und weiter ging es gegen Abend.
 


Wackeldackel 2.0. In den weiteren Rollen “Regen 3D” und “5.0er”


Voller Genuss…
 

…oder doch zu stark???

 
Wieder Musik:

Blood Red Shoes – laut.
Dendemann – geschwommen cool.
Moderat – langweiliger Start. Rasant an Fahrt aufgenommen. Gewammstes Ende.

Die ganzen DJ konnte ich mir nie merken. Nur war ploetzlich die Sonne wieder weg und noch ploetzlicher wieder da. Mit ihr am Himmel wagte man den dritten Schlafanlauf – wieder kaum Land zu gewinnen. Sie ist aber auch uebermaechtig.

 


Immer und Ueberall ueberthront vom Stahl.


Jawoll…jetz wirds groß!
 

Ananas zur Nacht – hats voll gebracht!
 

Yeahhh!
 

Naechster Sonnenaufgang…naechste Hitzeflut.

 
 
So ging es also recht frueh bereits auf den Sleepless Floor, der, ganz seinem Namen alle Ehre machend, nie wirklich zum Schlafen kam und bereits 13 Uhr prall gefuellt mit tanzwuetigen Bassanbetern gefuellt war. Hier war die Sonne diesmal waermstens empfohlen und auch erwuenscht. Ein Wassersprenger in der Mitte der Tanzflaeche als der absolute Hoehepunkt des Tages. Tanzen, Schwitzen, Einwaessern lassen, erneut schwitzen, Bewaessern, Tanzen, Wasser, Sonne…FREUDE.
 
So eine endgeile Zeit hatte ich lange nicht. Wenn das Wort “perfekt” etwas beschreiben kann dann dies. Leider verpassten wir dadurch die Kings of Convenience, die ein Hammerkonzert hingelegt haben sollen, aber…drauf geschis*en ;) Dafuer hats zu WhoMadeWho gereicht, die eine grandiose Buehnen- und Musikperformance darboten.

 


Rotz kuhl!
 

Rotz kuhler!
 

Sowas von rotz kuhl!
 

Ohne Worte so rotzig kuhl!
 

Muss auch bei jedem Festival sein – SinnlosesVonUntenNachObenAufWelchemManAufgrundDerFalschenBelichtungEhNieWasSehenKann-Bild
 

Partiiieeeee!!
 

Schuechternheit in Person trifft Kuhlness in Person – alles da.
 

So langsam wird Koerper gezeigt ;)
 

Der Renner des Tages – Sprenkleranlage.
 

40 Grad + Wasser = perfekte Tanzkombo.
 

Zwischen staubtrocken…
 

…und dem kuehlen Nass oft nur ein Katzensprung.
 

Traumhafter Tag – BestOf!
 

Ham wir uns verdient so aus dem Tag verabschiedet zu werden.
 

Ein letztes Mal: große Maschinen und winzige Menschen...
 

…winzige Menschen machen grossartige Musik!
 

WhoMadeWho als knallender Abschluss – hat manch einen sogar waehrend des Auftritts zurueck in die Traumwelt geknallt ;)

 
 
Massive Attack leider nur am Rande mitbekommen – laut wars. Viel Licht. Sicherlich genauso stark wie zu Festivalzeiten meines Vorgesetzten, der witzigerweise meinte, er haette in seiner Jugend die Jungs ebenfalls beklatscht ;)

Noch kurz zurueck zu Ellen Allien und Sascha Funke am Sleepless und der Morgen war perfekt eingeleitet.Rundum gelungen wuerd ich sagen. Wenn jetzt mein Auto nicht gestreikt haette haette ich mir auch einen Urlaubstag sparen koennen. Aber egal, nach solch einem Wochenende kann einem kaum etwas aus der Grinsegesichtsstarre bringen.

 


Keine Ahnung wo diese Jungs herkommen – aber da muss ich auch hin. War super genial mit euch. Danke!

 

Somit hat das Melt! absolut das gehalten was es verspricht – Temperaturen und Musikdarbeitungen haben uns im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmelzen lassen…

Eine Kleinigkeit zu meckern: Liebe Melt! Organisatoren – bei der naechsten Hitzeschlacht bitte etwas grosszuegiger mit dem Trinkwasserangebot umgehen!!!

Bis dahin,
Euer Tanzkiwi ;)

 

 

 


 

 

 

Stefan

Stefan

Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
Stefan

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5 responses to “MELT!”

  1. Sören says:

    Oh Jonny!

    Junge Junge Junge, hier gehts ja ab!
    Und was für kuhle Leutz da am Start sind,… Hammerhart!

  2. Stefan says:

    fast so kuhl wie die mit denen ich immer klettern geh ;)

  3. Jana says:

    huiuiui, das sieht aber mal nach einer menge spaß aus! :-) wann trifft man dich auf dem hurricane?! ;)

  4. Stefan says:

    diesjahr wohl nimmer…ganz starker versuch im naechsten?!?

  5. Jenny says:

    Kann ich mich nur anschließen! einer kuhler wie der andere!!!:O) Sieht echt nach ner Menge Spaß aus!!! Vorallem so ein geiles Wetter…. Liebe Greetz an dich

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