Puebla

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Puebla

Nachdem wir uns beide von den “Strapazen” vom Iztaccihuatl erholten und uns dazu für ein paar Tage irgendwo im Nirgenwo auf fernsten Feldern versteckten, ging es weiter gen Puebla. Eine, in unseren Köpfen, weitere kleine Stadt. Stellte sich heraus, dass diese dann doch nicht ganz so klein war:)

5. größte Stadt Mexikos mit nicht weniger als 1.8 Millionen Einwohnern. Keine Ahnung WARUM wir da so klein gedacht haben

Jedoch um ehrlich zu sein, ganz süß, zumindest das “Centro Historico”. Mit den all gegenwärtigen Iztaccihuatl, Popocatepetl und sogar Pico de Orizaba ist die Stadt voll mit tollen Aussichten und an sich auch ganz niedlich von seiner Architektur her. 

Noch dazu ausgezeichnet als “Pueblo Magico”. Bei diesen Magictowns handelt es sich um eine ganz smarte Marketingidee. “Bunte, sehr gut in Schuss gehaltene Gebäude” erhalten besondere Auflagen der Instandhaltung, während Neubauten sich ähnlichen Richtlinien beugen müssen, um den gleichen Charm der Stadt zu repräsentieren. Its all about Magic. Wie immer man “magisch” und “Touri-Anziehung” auch in einen Kontext bringen kann.

 

 

puebla 3puebla 2Die Geschichte der Kathedrale mittels Lichtshow.puebla 1

 

 

Daneben gab es noch den Vorort Cholula, welcher charakteristisch fur seine “Piramide Tenapa”, die wohl breiteste Pyramide weltweit ist. Jedoch so schlecht in Stand gehalten, dass sie von aussen kaum wahrzunehmen ist, so dass man fast an diesem Hügel unbeachtet vorbeilaufen könnte. Interessant hierbei war jedoch der erste und einzige Tunnel bisher, der einen direkt DURCH die Pyramide laufen lässt und man sich endlich NICHT mehr die Frage stellen muss, was sich wohl immer IN diesen Tempeln befindet. Rätsel gelüftet….nicht viel ausser Zwergen-Durchgänge und Sargraume.

Wie es immer so ist, führte auch hier ein Zufall zum Anderen. Als wir in Guanajuato bei unseren “Baja Bekannten” klettern waren, hatten wir Alex und Maga (Kletterchampion der Frauen in Ecuador!!!) kennen gelernt, welche wir hier spontan besucht haben (Maga) und ich mit ihr auf einen kleinen Tageshike in die Mountains ging, während Herr Messing sich seiner treuen Leserschaft widmete. Auch hat uns Maga als “temporärer Local” ein wenig herumführen können.

Dabei haben wir in Puebla neben Mezcal und Tequila eine weitere Leckerei kennengelernt, “Pulque”. Fermentiertes, leicht alkoholisiertes Getränk basierend auf Agavensaft. Ungefährer Alkoholgehalt wie Bier, bisschen “erdiger” Urgeschmack, welchen man pur oder mit sämtlichen Fruchtsorten gemischt trinken kann (Mango, Erdbeere, Banane, Guave, aber auch Schokolade, Zimt u.a.). Sehr interessant und definitiv neue Alternative zu Bier. Zu finden ist es, wie so vieles, am Strassenrand selbst auf den kleinsten Dörfern. Zu erkennen an einer milchig gefüllten alten Cola Flasche und schon kann man sicher sein, die liebe Abuela (“Oma”) hat im Hinterhof noch wesentlich mehr von dem Guten Gesöff:) Historisch wurde Pulque bei den Azteken zur Zelebrierung grosser bedeutender Feste getrunken. Später galt Pulque durch die einfache Verarbeitung eher als Getränk der “Armen”. Jedoch, aufgrund der Fermentierung, schwer haltbar. Daher gilt bis heute, so schnell wie möglich trinken. Völlig ok für uns;) Denn lecker ist es allemal, wenn man auf leicht gährendes Zeug steht. 

In Restaurants ist es eher weniger zu finden. Mehr dafur in traditionellen bis hin zu ganz hipsteren Bars spezialsiert auf Pulque, den sogannten Pulquerias. 

 

 

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La Malinche

Höhe: 4.461 m (14,636 ft)
Prominenz: 1.920 m (6,300 ft)

Neben Pulque, bunten Häusern und einer kurzen Klettercompetition, zu der uns Maga noch einlud, waren wir nach 2 Tagen Stadtfeeling auch schon  fertig und wollten wieder raus. Raus in die Berge um uns auf unser grosses Projekt noch ein wenig mental und physisch vorzubereiten, dem Pico de Orizaba, der höchste Berg/Vulkan der noch auf uns wartet! Wie viele andere, nutzen wir zur Akklimatisierung den Nachbarberg Pueblas “La Malinche”. Wesentlich einfacher als Iztacchiuatl, da es der einzige Berg (obwohl auch 4.460 m und somit 5. höchster Berg in Mexiko) auf dieser Höhenlage war, den man komplett ohne jegliches Equipment und grosser Anstrengung in Form eines Tageshike bewältigen konnte. Keine Eisaxt, keine Steigeisen, nix anderes notwendig. Nur Sonnencreme und ein paar Cookies sollten es tun. Leichtgepäck ahoi!  Super schöner, einfacher, steil nach oben gehender Trail bis zum Gipfel. Belohnt wurden wir mit unserem ersten Blick auf die komplette Gletscherseite vom Pico, der Nordroute, welche wir in den nächsten Tagen besteigen wollen. Wunderschön anzusehen. Und soviel noch schöner zu wissen, man wird AUF diesem Gletscher sein. Aufregung und pure Vorfreude waren nun zum Greifen nah!!! 

 

 

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Carolin

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Der Träumer und Bastler der Truppe.
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