Red Bull Stratos Project

“Red Bull Stratos, a mission to the edge of space”
 
Manchmal sind langwierige Ueberlandfluege doch fuer etwas gut. Wenn man die dritte Seifenoper-Hollywood Komoedie in Folge gesehen hat sucht man doch ein wenig genauer nach dem naechsten TV -Beitrag im Videochannel. Bei den Kurzvideos wurde ich dann fuendig:
 

“Die Felix Baumgartner Story”

 

 

48 Minuten spaeter war ich von dem Mann einfach nur noch begeistert. Mehr noch. Sein neuestes/aktuellstes Projekt “Stratos” ist einfach nur der Knaller. 7 Jahre Vorbereitung und im Sommer soll es endlich soweit sein -> Timer stellen!!!

Der unendliche Geldhahn fuer Videos die Spass machen – Red Bull. Genialstes Marketingkonzept meiner Meinung nach. Da zahle ich doch gerne 8 Euro pro Dose wenn am Ende solch krasse Projekte dabei rausspringen. Geschaetzte Kosten liegen uebrigens bei 50 MILLIONEN Euro. Im Oktober 2010 stand das Projekt wegen Rechtsstreitigkeiten schon fast vor dem Aus (irgendwer dachte wohl er waere schneller als Felix gewesen und haette Vorrecht mit Red Bull arbeiten zu duerfen).Doch Felix durfte weiter machen. Er trainierte mit unzaehligen Bungeespruengen mit Druckanzug und Helm.

 
Im März 2012 erfolgte dann der erste Testflug aus einer Absprunghoehe von 21.800 m. Hierbei erreichte Felix schon eine Geschwindigkeit von 587 km/h (freier Fall: 3:33 min)
Jedoch zeigten sich grosse Probleme mit der Kälte, da Felix seine Hände kaum bewegen konnte (die Handschuhheizung war geboren).
 

Im Juli sprang er beim 2. Testflug aus einer Höhe von 30.000 m. Da sich der Fallschirm der Kapsel aber nicht vollstaendig oeffnete schlug die Kapsel mit hoher Geschwindigkeit am Boden auf und wurde  beschädigt.

Somit wurde der Haupt-Sprung in den Oktober verlegt. Erster Anlauf dann am 08.10. Manchmal ist es halt doch gut krank zu sein. So lief die Live Berichterstattung im Internet gefuehlte 18 Stunden nebenher (obwohl nichts passiert war fand ich es trotzdem unglaublich spannend) . Als es nach mehreren Verschiebungen dann endlich soweit war und der Ballon mit Helium gefuellt wurde und abheben sollte zerstoerte sich der Traum innerhalb von Sekunden wieder von selbst, da eine starke Wind-Boee den nur 0,02 Millimeter duennen Ballon zu Boden drueckte und ihn somit beschaedigte.

Blieb noch ein letzter Versuch am anschliessenden Sonntag (fast als Geburtstagsgeschenk fuer mich ;) mit dem letzten Ballon, der noch uebrig war. Danach haette es eine lange Pause geben muessen (kein Ballon mehr und aufkommende Schlechtwetterperioden) wurde. Ein gutes Datum war es trotzdem – da hier bis auf den Tag genau vor 65 Jahren der erste Mensch in einem Flugzeug die Schallmauer durchflog.

  red ballon ground

Der ultraduenne Ballon beruehrt die Erde und wird beschaedigt. Ein neuer Ballon muss ran…der letzte.

Aber wie hat das ganze eigentlich angefangen? Wie kommt man da drauf? Und wieso macht man sowas? Und wie ist so ein teures Mammutprojekt (nicht die Outdoormarke) ueberhaupt vertretbar? Wer sich das folgende Video anschaut kann es eventuell ein wenig besser verstehen. Zu sehen sind die 5 krassesten Spruenge von Felix Baumgartner. Wie soll man sowas noch steigern? Viele Moeglichkeiten gibt es nicht mehr…

 

So kam nach der Kanalueberquerung sicherlich die Frage auf: “What`s next???” Gute Frage…spontan waere mir sicherlich auch nichts eingefallen. Also geht man deprimiert wieder nach Hause und verbringt die naechsten graunassen Tage im Bett mit dem Laptop im Schoss und googlet sich zu Tode. Und irgendwann nach zahlreichen Chips und unzaehligen Kaffee landet man bei folgendem Video…

Gerade diese Arsch-Coolness bei 2:38 Minuten muss einem einfach bezaubern. Der Mann ist gerade aus 31 Kilometer Hoehe aus einem Heliumballon gehuepft, obwohl er vorher nicht einmal 30 Fallschirmspruenge gemacht hat. Die Kapsel und Ausruestung sehen sowas von billig und unzuverlaessig aus. Die Sauerstoffversorgung gleicht eher einer Gasmaske. Kaum ist das Gesicht vor den eisigen Temperaturen und dem nicht vorhanden Druck geschuetzt. Und sicherlich NIEMAND hat auch nur den Hauch einer Ahnung was das Ganze ueberhaupt soll oder bringt. Das waren damals noch richtige Heros. Helden, wie sie scheinbar ausgestorben sind.

…scheinbar…

Am naechsten Tag sofort einen Termin beim groessten Outdoor Sponsor ueberhaupt gemacht, irgendwer muss das ganze ja bezahlen wenn man es halbwegs professionell angehen will (nicht so wie die zahlreichen LKW-Fahrer, die es in den 60ern nicht besser wussten und deshalb wie Fallobst aus dem Himmel gefallen sind – naja, es gab schon engagierte Projekte, welche leider unter tragischen Umständen vorzeitig beendet wurden ;(

Ein neues Projekt war geboren und ein professionelles Team aus den Besten der Besten (inklusive ehemaliger Nasa Mitarbeiter) bastelte die naechsten Jahre an einer komplett neu entwickelten Kapsel, dem groessten je dagewesenen Ballon und natuerlich dem extra neu entwickelten Hightech-Raumanzug.

Red-Bull-Stratos-ballon

Groessenvergleich des “winzigen” Kittinger-Ballons und des unglaublich riesigen Ballons von Felix (Volumen vergleichbar mit dem Bernabèu Stadium in Madrid)

 
Felix_Anzug
Welche Ziele gab es nun??
  1. höchste bemannte Ballonfahrt (geplant 36.576 m (120.000 ft)
  2. größte Absprunghöhe (geplant 36.576 m)
  3. längste Zeit im freien Fall (geplant 5 Minuten und 35 Sekunden)
  4. längste Strecke im freien Fall (geplant 34,5 km)
  5. größte im freien Fall erreichte Geschwindigkeit (geplant waren 1100 km/h)

Die meisten dieser Rekorde haelt der mittlerweile als Mentor zum Projekt dazu gestossene Joe Kittinger. Am interessantesten natuerlich der 5. Rekord. Als erster Mensch sollte Felix ohne zusaetzliche Hilfs-/Schutzmittel die Schallmauer durchbrechen. Die SCHALLmauer. Und zwar mit SCHALLgeschwindigkeit. DURCHbrechen. Schneller als der Schall. Unglaublich. Nicht vorstellbar. Wenn ich meinen Opel auf grandiose 215 km/h getrieben habe dachte ich vor lauter Knallgeraeusche um mich herum schon oefter, dass ich soeben den Schall ueberholt hatte. Aber bis dahin fehlen dann doch noch knapp 1000 km/h. Und jetzt als Mensch hindurch. Von Flugzeugen kennt man es mittlerweile ja zu Genuege. Kein Problem. Es knallt kurz und ab sofort ist das Flugzeug schneller als sein eigener Schall. Irgendwie witzige…komische Vorstellung. Aber ein Mensch? Was passiert dann mit einem? Mit dem Koerper? Dem Blut? Wird der Koerper in seine Einzelteile zerfetzt? Erfaehrt man die groessten Gluecksgefuehle ueberhaupt, kurz bevor das Blut zu Kochen anfaengt und man das Zeitliche segnet? Was passiert? Keiner weiss es…und genau hier setzen richtige Entdecker an. Richtige Abenteurer. Sie suchen das Unbekannte und in ihm Antworten, die die Menschheit, oder auch nur sich, weiter bringen.

 
So auch hier. Die Medizin erhofft sich viele neue Erkenntnisse ueber Menschen in schwierigen Umgebungen (kein Sauerstoff, kein Druck). Die NASA erhofft sich neue Erkenntnisse, wie eventuell Menschen ohne Kapseln bei moeglicher Gefahr selbststaendig zur Erde zurueck fliegen koennten (natuerlich, man spart sich die Milliarden teuren Raketen und schiesst einfach die Astronauten ohne diese ins All ;)
 
Was genau soll also passieren?

Felix fliegt mit dem Ballon bis auf mindestens 120.000 Fuss – besser sogar noch hoeher um auf Nummer sicher zu gehen. Dannoeffnet er die Luke, winkt kurz in die Kamera und huepft in die Tiefe.

 

The Mission  - V2 (ENG, MetricUnits, Colour)

Ablauf des Projekts

Gesagt getan. Es ist Sonntag. Weltweit laufen die TV Geräte und Internetleitungen heiss (ServusTV, der hauseigene Red Bull Sender hat die hoechsten jemals erreichten Einschaltquoten seiner Geschichte. Ok, so alt sind die auch noch nicht…aber trotzdem. Auf youtube sahen teilweise 8 Millionen Menschen gleichzeitig den Livestream. n-tv mit Rekordeinschaltquoten. ORF mit den hoechsten Quoten seit dem Interview mit Natascha Kampusch), doch fuer was?

Einige Stunden sieht man Felix beim Einatmen des puren Sauerstoffs zu (reinigt das Blut in dem der Stickstoff aus selbigen verbannt wird und in hohen Hoehen nicht ploetzlich Blasen werfen kann), dann wie er in seiner Kapsel sitzt und scheinbar irgendwelche Visier-Heizungsprobleme hat. Dann laeuft der Countdown auf 18 Uhr. Eine halbe Stunde vorher (es sind ja noch 30 Minuten Zeit) kurz den TV verlassen, die letzten Vorbereitungen getroffen, zurueck gekommen und ploetzlich fliegt die Kapsel schon 8 Minuten nach oben. Waaaaaaaaaaaas? Da wartet man sooo lange und dann ist die Kapsel schon weg??

Perfekte Windbedingungen haben es zugelassen. Nicht lang schnacken -> Kopf in Nacken. Und los geht`s. Fuer die naechsten 2 Stunden kennt die Kapsel nur eine Richtung – steil bergauf. Zu sehen sind Felix und sein Mentor, wie sie immer wieder irgendwelche Instrumente und Hebel testen. Fuer mich ist allein diese Ansicht schon pures Zittern. Dieses klaustrophobische Kammerspiel geht definitiv an meine Nerven.

 

red-bull-stratos

Scheinbar war es nicht fuer alle gleich unterhaltsam. Mein Couchnachbar draengelt und aergert mich damit, staendig auf Kabel 1 umzuschalten und dort das grossartige “ran-Jahrhundertspiel” mit 60 jaehrigen kruecken- und rollatorschiebenden Grauhaardackeln beim Dahinvegetieren zu beobachten. Hallo?????Wie haelt der das aus? Wie haelt der seinen Puls so ruhig als sei es das normalste der Welt jeden Tag in die Stratosphaere zu fliegen (jaaa, er hatte einen Mentaltrainer – aber trotzdem). Keine Aufregung spuerbar bei ihm. Als ob er zu Hause vor seinem Rechner sitzt und ab und an irgendwelche Tasten drueckt und nebenbei mit der Mission Control skypt. Wuerde ich Fingernaegel kauen…sie waeren bis zum Handballen abgekaut gewesen.

Nach etwas ueber 2 Stunden hat der Ballon dann seine unglaubliche End-Hoehe von knapp 39.000 m erreicht. Es geht los…

Die Checkliste wird abgearbeitet. Ueber 30 Punkte gehen Joe und Felix gemeinsam nach und nach durch, alles genauestens einhalten, keine Abweichungen.

Der Druck der Kapsel wird abgelassen – jetzt wird es richtig spannend. Wuerde sein Anzug jetzt undicht sein wuerde sein Blut innerhalb kuerzester Zeit anfangen zu kochen (ohne heiss zu werden) und das Projekt waere vorrueber. Der Luftdruck sinkt – am Ende sehr sehr langsam. Die Anzeigenadel ist nun komplett im roten Bereich, kein Luftdruck mehr vorhanden. Der Anzug haelt. Da nun Druckgleichheit innerhalb der Kapsel und der Luft ausserhalb herrscht oeffnet sich die Tuer fast von alleine. Was fuer ein Anblick. WOW!!!

felix_open

Raus mit dir…

Er macht es tatsaechlich. Er sitzt wirklich dort oben. Unglaublich schoen. Er faehrt seinen Stuhl nach vorne, die Beine auf die Stufe, die Fussspitzen sind schon draussen. Der Anschnallgurt wird geloest. Die Sauerstoffversorgung mit der Kapsel wird gekappt. Von nun an laeuft der 10 Minuten Countdown der anzugeigenen Versorgung mit der lebensnotwendigen Luft. Um die Spannung noch hoeher zu treiben wird auch gleich ein Timer eingeblendet, viel gruene – gute – Farbe fuer genuegend Sauerstoff in den ersten 6 Minuten, dann gelb fuer 2 Minuten und dann das boese Rot…fuer tot…gefaehrlich. Idiotensicher.

Er steht auf!

Waaahnsinn! Dieser Anblick ist so unglaublich. Das ist hoch. Sehr hoch. Sehr sehr hoch. Schwer vorstellbar.   Eigentlich nicht vorstellbar. Unvorstellbar. Felix vor der geoeffneten Tuer. Hinter ihm nur Schwarz. Unter ihm schoen gebogen der Blaue Planet. Unser Planet. Die Erde. Einmal diese Aussicht. Einmal das sehen, was er zu diesem Zeitpunkt sieht. Nur einmal…

“Start the cameras, and our guardian angel will take care of you.”

Die Kniekameras werden aktiviert. Ab jetzt koennten wir die On-Board Perspektive geniessen. Die Felix-Perspektive. Liver ginge schon gar nicht mehr. Jedoch ist hier die Technik leider noch nicht ganz so weit (ueberhaupt unglaublich wie wir bisher alles in HD und LIVE beobachten konnten), so dass wir bis nach dem Flug warten muessen.

Er betaetigt noch ein paar Knoepfe.

Es sieht so aus als ob er einen Gluecksbringer mehrfach durchs Visier kuesst.

Beide Haende an den Stangen.

“I know the whole world is watching now and I wish the whole world could see what I see. Sometimes you have to go up really high to understand how small you are.”

Salutiert…

“I`m coming home now.”

..wunderbare Worte…

Rueckt seine Fuesse noch ein paar Zentimeter nach vorne…

Und gleitet ueber die Kante…

red edge

red_over_edge

(Bei mir laeuft gerade Sigur Ros mit Varúð…wie unglaublich schoen und passend)

Er fliegt…

U N G L A U B L I C H.

Mein Herz haemmert.

Bumm. Bubumm. Bumm. Bubumm…

Es ist warm.
Sehr warm.
 
Ich fliege selbst…

Wie ein nasser Sack sinkt er in die Tiefe. Die Kapselkameras verlieren ihn aus der Sicht. Er sinkt. Immer tiefer. Keine Bewegung. Kein Wind der ihn stoeren koennte. Keine Geraeusche. Stille. Absolute Stille. Leise sein Atmen. Mein Atmen. Mein nach Atemringen.

 

Die speziellen Infrarotkameras haben ihm auf dem Schirm. 30 Sekunden fliegt er einfach nur schnur stracks nach unten. Er wird unglaublich schnell. Die GPS-gesteuerten Kameras bekommen Probleme ihm zu folgen. Er kommt aus dem Bild. Kommt wieder rein. Sinkt…Unglaublich schnell.”Speed 546″… (Felix Atem ist laut) EIN…

Speed 600 miles per hour”…AUS…EIN…
Speed 650 miles per hour”…AUS…EIN…
Speed 700…”
Speed 725…”
Speed 729…”

Die Geschwindigkeitsanzeige leuchtet gruen auf – Schallgeschwindigkeit. Das sollte es gewesen sein (die genaue Schallgeschwindigkeit ist nicht so einfach zu definieren, da sie stark vom Druck und den vorherrschenden Temperaturen abhaengig ist).

Ploetzlich wird er sehr schnell langsamer. Der Luftwiderstand nimmt zu. Und somit wird es gefaehrlich…

Ploetzlich kann er nicht mehr reibungslos nach unten gleiten. Jetzt gibt es Widerstand. Und dieser zerrt scheinbar sehr stark an ihm. Er faengt an zu taumeln. Er dreht sich teilweise um alle 3 Achsen. Immer schneller. Immer mehr Drehungen. Die Moderatoren werden erst leise, dann hektisch laut (O-Ton ServusTV: “Wir sehen aber auch dass er taumelt. Schauen Sie sich das genau an. WOW! Der hat die Kontrolle uebern Koerper nicht. Er taumelt. Das sieht nicht so gut aus.”)

Unglaublich intensive Augenblicke. Mein Herz RAST. Er dreht und dreht sich und…

…faengt sich. Das Taumeln hoert urploetzlich auf. Von der einen zur naechsten Sekunde ist er stabil und geht in den Belly-Down. Jetzt hat ers.

“Showing Felix in a stable descent…”

Sieht aus wie eine Rakete, die nun stabil zur Erde rast.

Er hat wieder Kontrolle ueber seinen Koerper und rast weiterhin zur Erde. Die Kameras haben nun keine Probleme mehr ihn im Bild zu halten. Ein gluehend weisser Punkt, der in der Mitte des Bildes gehalten wird.

Im Hintergrund kommen Jubelgeraeusche auf. Die komplizierteste und gefaehrlichste aber gleichzeitig spannendste Phase scheint vorbei.

Felix sagt irgendwas…

 

Nicht verstaendlich.

Joe fordert ihn mehrfach auf was zu sagen…
“Keep talking, Felix, keep talking…”

Keine Antwort.

Die boese Sauerstoffanzeige wird eingeblendet – gruen, noch mehr als 6 Minuten.

 
Felix sagt irgendwas…irgendwas mit visibility…
Er spricht jetzt recht viel…unverstaendlich. Wir sind jetzt bei 3 1/2 Minuten freier Fall.Wieder spricht er…irgendwas mit seinem Visier kommt hoch “my visor is coming off”
 

4 Minuten freier Fall. Mehr als 25 Kilometer Richtung Boden gefallen. WAHNSINN!!!

4 Minuten und 16 Sekunden. Der Fallschirm geht auf. Der Moderator fast schon traurig “Nein, der laengste freie Fall wird es nicht.”

What the fuck??? Der Junge hat gerade ungefaehr alle Rekorde der Welt gebrochen, kurz mal mit seinem Leben im Taumeln gekaempft und der Moderator aergert sich, dass der Schirm nicht laenger geschlossen blieb?????

Alles andere jubelt und klatscht. Der Schirm ist offen. Nun heisst es geniessen. Und Aufatmen…puuuhhhh…

 

Immer wieder werden seine Familie und Freundin eingeblendet wie sie sich umarmen und Freudentraenen wegwischen. Unglaublich. Er hat es geschafft. Geniessen. Und landen. Das sollte fuer jemanden mit fast 3000 Base- und Skydivejumps wohl kein Problem sein.

Knappe 5 Minuten spaeter setzt er mit der wohl perfektesten Landung ueberhaupt auf.

 
JUBEL brandet wieder aus.
 
Mein Puls hat sich etwas beruhigt. Er kniet nieder. Reckt die Faeuste in die Luft.
 
“Ein Mann. Seine Mission. Seine Emotionen.”
 

 

Das wohl krasseste Live-Event, was ich je gesehen habe. Unglaublich spannend. Intensiv. Knisternd. Nervenaufreibend. Endlich mal ein weltweites Grossevent, was scheinbar jeder gesehen hat. Es gab kein anderes Thema mehr. Endlich mal live dabei. Augenzeuge. Die Mondlandung haben wir ja damals knapp verpasst ;) Jetzt endlich hat es gepasst.

Danke Technik, dass du uns daran teilhaben lassen hast. Danke Red Bull fuer deine Gelder. Danke Herr Baumgartner fuer dieses Ding.

Bis bald,
Euer, mit donnerndem Herzschlag, Stratos-Kiwi

Nachtrag:
Hier noch einmal zum aufgeregtem Mitfühlen…

 

Was ihn zum vorzeitigen Öffnen bewogen hat und wie er das Taumeln selbst beurteilt kann man noch ganz gut hier sehen…

 

Ziemlich früh bereits erkannte die BBC das Potential dieser Geschichte und war mit Kameras dabei. Sein es die diversen Tests, Entwicklungen oder Felix` klaustrophobischen Probleme im engen Anzug, die Kamera war dabei.
Bis zum finalen Sprung. Alles festgehalten in spannenden 90 Minuten…seht selbst hier.



Stefan

Stefan

Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
Stefan

Latest posts by Stefan (see all)

Related Post



4 responses to “Red Bull Stratos Project”

  1. Jenny Rudloff says:

    Sehr ausführlicher Beitrag :) Hoffentlich gehts dir wieder gut :O)
    Apropos, dich zum Geburtstag zu erreichen ist ja auch keine leichte Sache!!! Da schreibt man dir und dann kommt Tage später, dass die Nummer nicht mehr vergeben ist!
    Deswegen schreib ich dir jetzt einfach hier, in der Hoffnung, mal ein Lebenszeichen zu bekommen.
    Alles Gute nachträglich! Hoffe, du hast nicht wieder so doll gefeiert *gg*
    Liebe Grüße
    Jenny

  2. hehe – danke hierfuer. meine private nummer wurde etwas verfrueht abgemeldet…so geht es ende november erstma fuer 3 jahre nach californien, weshalb ein erneutes aktivieren sich nicht gelohnt hat…die gute alte briefpost haette nicht versagt ;)

    • Jenny says:

      3 Jahre?!!?!?!?!?!?!? :(
      Na oha… Werden es wohl nie schaffen uns mal wieder zu sehen oder :O)
      Hätte dir gerne geschrieben, aber die Adresse aus Jena hast mir ja nicht gegeben *ggg*
      stimmt denn deine mailadresse noch?
      liebe grüße
      Jenny

  3. Anonymous says:

    Mensch Herr Messing!
    Da ist dir aber schrecklich langweilig gewesen!
    Schonmal an eine Position als Pressesprecher bei RedBull gedacht?

    Da geht bestimmt was!

    Gruß SörEn

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *