Scuba duuu…

Eine der witzigsten aber auch kaeltesten Sachen der letzten Wochen, unser Kurs im 
 
“Open Water Scuba Diving”. 
 
Gebucht ueber Groupon (nur 120 Dollar statt 15684323, dass am Ende IMMER noch was dazu kommt sollte jedem bekannt sein, der die Supergeizhalse schon einmal probiert hat – nicht der Kaeufer ist bei Groupon naemlich der Sparfuchs, sondern Groupon selbst) und ausprobiert in Monterey. Leider nicht auf Hawaii liegend sondern nur 90 Minuten suedlich von hier. Und leider reicht diese kurze Anreise noch nicht aus, um das Wasser auf subtropische Temperaturen anzuheben. Irgend ein fiesser antarktischer Einfluss ist hier immer noch vorhanden und mehr als spuerbar. Aber der Reihe nach.
 
Zuerst 2 Abende Theorie-“Unterricht”. Bei dem Wort Unterricht freut man sich ja immer schon auf Uni-aehnliche Zustaende, anwend sein sollte doch reichen, nebenbei schoen Cola und Cookies naschen und am Ende passt das schon. Boep – denkste. Aus 3 Stunden gelernt bekommen wird viel mehr 3 Stunden Eigenwerbung des speckigen Tauchschulbetreibers inklusive nonstop Werbung fuer seine Produkte und Tauchgaenger der vergangenen 350 Jahre. Spannend, wenn man es selbst erleben kann, NICHT spannend, wenn man endlich darauf wartet selbst los zulegen.
Also kommt man supermotiviert im Tauchshop an
 
er: “habt ihr eure Lehr- und Lernmaterialien durchgearbeitet?”
ich: “aehm noe, grad erst kaeuflich erworben!” (war natuerlich auch nicht im Grouponangebot inklusive)
er: “ok, hier ist das video (dvd), reinziehen, aufpassen und die Fragen auf den Seiten 11, 15, 35, 59, 60, 62, 69,70, 71 oben und unten und 78 und 79 durcharbeiten.”
ich: “aha.”
 
Weg war er und das moechtegern Bespasungs-Flimmervideo lief. Spannend ist anders.
Nach 30 Minuten kommt er wieder hoch und wechselt die CD, obwohl die erste kaum ausgelaufen war. Zeit zum Beantworten der Fragen war keine. Nach weiteren 15 Minuten, das Video war wieder nicht abgelaufen, kommen die anderen und die Stunde beginnt. Fragen sind natuerlich kaum welche beantwortet. Wie auch?!
 
Das war Dienstag. Mittwoch war ordentlich Stress auf Arbeit, so dass auch hier nichts gemacht werden konnte. Donnerstag war der Test. Ja genau ein Test. Ohne Vorbereitung. Aber wiedermal viel Aufregung um nichts. Ohne Lernen und Bueffeln sind trotzdem alle durch gekommen. Arme Unterwasserwelt ;)
 
Samstag war dann Training im Pool – sehr witzige Sache, zumal der Pool halbwegs beheizt war (danke Santa Cruz Highschool). Hier haben wir das noetige Einmaleins des Tauchens gelernt, alles wieder im super Schnelldurchgang, da bereits vor Ende der Uebungsstunde mein Flieger nach Dallas gehen sollte. Also Gasgeben, was unter Wasser und im Taucheranzug gar nicht so einfach ist (auch nicht empfohlen ;)
 
Ach ja, Thema Fliegen – erst lernt man, dass man mindestens 12h (besser 24h) nach dem Tauchen kein Flugzeug besteigen sollte, dann meckert nicht mal jemand wenn man es gerade einmal 35 Minuten spaeter tut. Naja, mein Trommelfell wurde eh in Neuseeland zerrungst, kann das bisschen hier auch nicht schaden…
 
2 Wochen spaeter wurde es dann ernst. Ab in den Ozean. Anreise am Abend zuvor…
 
 
Die Langzeitbelichtung gaugelt fast schon seichtwarmes Wasser vor…

 

…noch dazu die warmen Farben…

 

…reinspringen sollte man aber dennoch…nicht unbedingt.

 

Santa Cruz im Hintergrund.

 

Mondstrand von Monterey.
 
 
In Monterey hatten wir dann neben diversen Parktickets (obwohl sogar extra und ganz ernsthaft ein Originalticket gekauft wurde. Wenn dann aber die Klimaanlage auf 300% laeuft kann es dieses wirbelwindartig schonmal auf den Kopf legen und der nette Politesse dann natuerlich leider nicht mehr lesen…naja, es wurde natuerlich Einspruch dagegen erhoben – fight for your rights!) auch endlich das erste Mal unsere Fuesse ins arschkalte Wasser lassen koennen. Und arschkalt ist hier wirklich ganz weit untertrieben. Gaaaaaaanz weit untertrieben. Es wuerde ja noch gehen wenn man einfach rein, abtauchen, Sachen machen, auftauchen raus gehen wuerde. Aber zwischendurch kommen ja noch saemtlichste Erlaeuterungen, jeder darf einmal, warten, verlieren gehen, wiederfinden, wieder verlieren, orientierungslos, zusammen finden, ueben, ueben, erklaeren, verlieren – da vergeht schon etwas mehr als die reine Tauchzeit von ca. 45 Minuten die wir sonst haetten.
 
Kurz gesagt >>>> guckt das Video ;)
 

 

Krass kaltes Erlebnis fuer uns alle. Zwischen den Tauchtagen noch die Krise bekommen, weil einfach KEIN Schwarzcamping moeglich ist in diesem Land. Aber egal. Wer sucht, der findet. Vielleicht…

Jetzt heisst es aber ganz offiziell

scuba diving certified

und das Meer gehoert uns!!!

Bis die Tage,
Euer Scuba-Kiwi

 


 

 

 

Stefan

Stefan

Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
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