Wind & Surf

Auf an die Ostsee hiess es also; Pepelow um genau zu sein, “die Toskana der Ostsee” wurde uns versprochen, “Meer Urlaub” – Meer und Urlaub sowieso, das liess sich in unserem Urlaub hier am Meer nicht wirklich vermeiden, aber ob es das zu vermutende “mehr” als nur Urlaub auch geben sollte…wir waren gespannt.

Von der knapp 5 stuendigen Anreise habe ich nicht allzuviel mitbekommen. Dem Festivalwochenende musste ich jetzt doch ordentlich seinen Tribut in Form von tiefem Schlaf zollen. “Schlechtester Mitfahrer im Auto” – diesen Titel nehme ich gerne an. Gibt Schlimmeres ;))

Nach gefuehlten 5 Minuten Fahrt also tauchte das Ortseingangsschild von Pepelow irgendwo in der norddeutschen Pamba vor uns auf. Zimmer waren schnell bezogen. Ein “Die-Bezahlerei-Machen-Wir-Irgendwann-Spaeter-Mal-Ausspruch” des Campmanagers liess auf einen chilligen Chillurlaub schliessen. Und dieser…genau dieser sollte auch folgen…

Los ging es also mit dem Wohnbarmachen in unserem “Beacholino 1”, einem kleinen und dunklem aber dafuer niedlichem Apartment direkt am Strand.

 


Eigentlich keine Ueberraschung – Team “Jan und seine Freunde” auf Platz 1 der Rangliste. Und diesen konnten wir auch unangefochten bis zum Ende der 7 Tage verteidigen.

Am ersten Tag noch zu viert, holten wir am zweiten noch kurz Isa vom Bahnhof ab. Eins zwei Flaeschchen Bier fanden so auch gleich noch ihren Weg in unseren Kofferraum.

 


Wind sollte es hier oben ja ausreichend geben.
 

Nich traurig sein, kleine Blume…findest bestimmt noch ein paar Freunde!!!
 

Sollte DER Renner werden – am Festival noch so genial gelungen, hier eigentlich nicht weniger als ein Totalreinfall zu bezeichnen. Melone, wo bereits ein Stueckchen ihreres Fruchtfleisches einem die Traenen in die Augen treibt. Nicht wirklich lecker…

 

Ach ja, Thema Surfen, denn als solcher Urlaub war es schliesslich angedacht gewesen. Kurs: Anfaenger. Braucht man sich nicht zu schaemen, waren wir schliesslich (auch wenn man es als Mann nicht gerne zugibt ;)

Andrè war unser Mann, sprich Lehrer. Manche kannten ihn auch noch unter seinem frueheren Pseudonym Franz, dies aber nur fuer die ganz alten Surfhasen unter uns.

Unser erster Kurs sollte erst am fruehen nachmittag beginnen, viel Zeit also um dem lustigen Treiben der andren Anfaengergruppe zuzuschauen. Und fuer dumme Kommentare. Da aber dies nach einer gewissen Zeit auch langweilig werden kann (kaum zu glauben eigentlich, gerade in diesem Urlaub, wo der Anteil an immens lustigen, wenn auch sinnfreien Gespraechen schon recht hoch war) schnappten wir uns eins von den vielen Brettern und Rigs (Segel + Gabelbaum) und suchten das Heil in der Flucht nach vorne, oder besser: plumps, ins Wasser ;) Die ersten Aufstehversuche waren dann naemlich schon recht wackelig.

Unsere Snowboarderfahrung kam uns dann aber immer mehr zu Hilfe, so dass bereits nach wenigen Minuten erste Steh- und Fahrerfolge zu feiern waren.

Mit Andrè ging es dann aber auch bald schon in eine ganz neue Richtung, dem technisch richtigen Fahren. Mit den noetigen theoretischen Kenntnissen machten so vieles ploetzlich einen Sinn. Auch die grosse Frage – wieso kann ich mit einem Surfbrett eigentlich nicht nur mit dem Wind sondern auch gegen den Wind fahren? – wurde geklaert und ist fuer jeden Interessierten unter dem Thema “Kreuzen” auf Wikipedia nachlesbar ;)) (bin grad zu faul zum Erklaeren, Deutschland spielt gegen Polen bei der Volleyball WM – haha, der alte Bauern-Zuspieler-Trick…*raeusper* Go Germany!!)

 


Vor jedem Gang ins Wasser erst einmal in den engen und von all den fetten Vorgaengern stinkenden Neoprenanzug quaelen. Wie man hierbei allerdings so viel Spass haben kann wie diese Grinsebacke kann ich nicht verstehen ;)
 

Danach holt man sich sein Brett – irgendwas bei 200 Litern pro Board, das haelt selbst einen Elefanten ueberm Wasser.
 

Und ab ins kalte Nass. Leider mussten wir uns die See mit all den anderen Anfaengerluschen teilen.

 

Wie schnell die Zeit beim fetzigen Rumposen auf seinem Brett vergeht merkt man eigentlich erst so richtig wenn entweder der Magen lauter knurrt als die Zaehne klappern koennen oder es einfach zu dunkel wird um noch vernuenftigen Dahingleiten zu koennen.

 

Fotoshoot vor der sich verabschiedenden Sonne...

Ein einsamer Surfer hinein in die glutrote Sonne.

 

Die naechsten Tage waren vom Ablauf her eigentlich immer gleich:

  • Viel zu viel zum Fruehstueck essen

  • 2 Stunden Surftraining mit Franz…aaaeeeh…Andrè

  • Porter Kirsch

  • Flugzeuge landen oder Boote einparken mit Felix auf dem iPad (kann garnicht verstehen wieso die anderen das laengst nicht so spannend und abenteuerlich fanden wie wir ;)

  • Fischbroetchen bei der wohl langsamten Omi der Welt

  • Porter Kirsch

  • Privates Surfen auch ohne Lehrer

  • 1 minuetiges taegliches Vorbereiten auf unsere theoretische Klausur

  • Becks

  • Beachvolleyballgepose

  • Porter-Kirsch

  • Frisbee

  • Dummsuelz

  • Abendbuffet mit alltaeglichem Torsten-Guba-Gedaechtnis-Teller

  • Porter Kirsch

  • Luegenmax (irgendwie funktioniert dieses Spiel nicht fuer Menschen die einfach wirklich nicht Luegen koennen) oder Kakerlakenpoker (hier gilt dasselbe – schlecht fuer Menschen mit Ehrlichkeitsgehabe) oder Bang!

 


Noch scheint die Sonne und alles ist in Ordnung…
 

…aber bereits hier kuendigt sich in weiter Ferne was an…
 

…und nur wenige Minuten spaeter zieht diese Regenwand auf…
 

…und es wurde wieder geBang!t…
 

…oder bei der zweimaligen Party abgehottet bis die Augen gluehen ;)

Voller Einsatz auf der Tanzflaeche. Obwohl, schon ganz schoen eklig!


Bei 7 Naechten erhoeht sich natuerlich auch die Chance auf tolle Sonnenuntergaenge.
 

…das wir naetuerlich fast jedem Tag SO bedient wurden konnte freilich keiner ahnen.


Die Volleyballer fest im Blick…


…als wir ploetzlich Zeuge eines einmaligen und einzigartigen und fuer Deutschland voellig untypischen und auch unvorhergesehenen Naturschauspiels wurden, bei welchem wir keinesfalls die Finger im Spiel hatten. Neeeiiiin!
 

Toll!!!
 

Ein weiteres Schauspiel dem wir beiwohnen durften.
 

Mitten am Strand landet ein Asteroid – ob dieser vorhin die Sonne verdeckt???
 

Multitalent Surflehrer.

 
Ach ja – gesurfte wurde nebenbei auch noch ein bissel:
 

Huiiiiiiii!!!!
 

Doppelhuiiiiiii!!!
 

Eskimorolle mal anders!
 

Die Theorieprüfung haben wir alle mit Bravur bestanden – zu einer eigentlichen praktischen kam es dank fehlendem Windes nicht offiziell – inoffiziell waren wir jedoch seit dem zweiten Tag theoretisch bereits soweit diese auch praktisch haetten bestehen zu koennen?!??! Einen Surfschein koennen wir nun unser eigen Nennen – was er uns in Zukunft bringen wird…who knows.

Ganz oben auf der Listze meiner Muss-Ich-Auch-Unbedingt-Mal-Ausprobieren-Sportarten steht nun eine dem Windsurfen ganz aehnliche, welche aber selbst bei maessigem Wind halsbrecherische Geschwindigkeiten erzeugen kann: Kitesurfen!

Dank an alle Beacholinos fuer diesen gelungenen Urlaub! Es war mir ein wahres Vergnuegen meinen Urlaub mt euch verbringen zu duerfen. Ein tolles Team, es hat wunderbar harmoniert.
Auch danke an das gesamte Pepelone Team: Lecker wars! Lustig wars! Genial wars!

Der naechste Urlaub kommt bestimmt!

Bis dahin,
Euer Surf-Kiwi

 


 

Stefan

Stefan

Der ruhige Kopf der Bande, der die Welt im Moment still und festhält. Abenteurer und Explorer, gerne auch auf eigene Faust.
Stefan

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One response to “Wind & Surf”

  1. Jenny says:

    Na du schlechtester Beifahrer! :-) Wo du dich immer rumtreibst und was du alles erlebst ist ja echt immer der wahnsinn! *gg*
    Wie lang hast denn gebraucht, um in den Neoprenanzug zu kommen??? :) Ach ja, das nächste Mal kannst du ruhig ne SMS zurück schreiben :-)> Liebe Grüße Jenny

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